Kämpfen - Siegen - Jubeln!!!


Wenn TVE-Keeper Nils Babin in der Halle Berg Fidel gegen 20.45 Uhr diese Buchstaben als lautstarke Aufforderung an die Handballfans aus Emsdetten und dem Münsterland ins Mikrofon schreit, dann ist der erste Sieg in der Bundesligarelegationsrunde perfekt.

Davor wartet aber noch ein hartes Stück Arbeit auf Emsdettens Zweitligahandballer um Mannschaftskapitän Eelco Weevers. Um 19.15 Uhr treffen sie in der Münsteraner Sporthalle Berg Fidel auf den Südzweiten, den Bergischen HC. Zwar spielen die TVer nicht in gewohnter Umgebung, doch dürften sie deswegen keinerlei Nachteile haben. „Wir können durch den Wechsel über tausend Besuchern mehr die Möglichkeit bieten, diesem Handballspektakel beizuwohnen“, ist sich Heike Schürkötter von der TVE-Marketingabteilung sicher, dass dieser Schritt auf vollstes Verständnis der Handballfans trifft. Etwas ältere Semester werden sich an die Riesenstimmung in der Halle Münsterland beim ersten Aufstiegsspiel 1985 erinnern und an das entscheidende Spiel zum Wiederaufstieg in der Halle Berg Fidel. Tausend Besucher mehr bedeuten auch tausendfache Anfeuerung mehr. Oft ist in Entscheidungsspielen die punktuelle Tagesform entscheidend, so dass das TVE-Trainergespann Lars Walther und Jan Wolski naturgemäß einen Sahnetag seiner Mannschaft erwartet, um sich ein entsprechendes Polster für das Rückspiel zu erarbeiten. „Wir haben uns konzentriert auf diese Begegnung vorbereitet, wissen um die Schwere der Aufgabe und setzen auf die Unterstützung unserer Fans. Einen Vorgeschmack haben wir schon im Spiel gegen Bad Schwartau bekommen, als wir die Relegation perfekt gemacht haben. Für das Team und die Fans ist das ein vielleicht nicht wieder kehrendes Erlebnis“. „Die Jungs sind heiß wie Frittenfett“, gibt TVEMannschaftsbetreuer Helmut Menke die Stimmung wieder. „Jeder wird nicht nur bis an seine Leistungsgrenze sondern noch ein Stück darüber hinausgehen“. Die Halle Berg Fidel ist für die TVer keine unbekannte Größe; denn im Verlauf der Woche konnten sie dort dreimal trainieren. Eine nicht ganz unbekannte Größe dagegen der Bergische HC. Sowohl Lars Walther wie auch Jan Wolski sahen den BHC live und zeigten sich tief beeindruckt von der Stärke des HC. „Eine super-starke Mannschaft, die bis zum letzten Wochenende, als sie die Relegation mit einem klaren Sieg über den Tabellenvierten Hüttenberg erreichte, voll gefordert wurde.“ Die frühzeitige Qualifikation für den TVE vielleicht ein Vorteil? „Wir haben eine Topstimmung, konnten angeschlagene Spieler wie Patrik Kvalvik schonen und haben trotzdem Gas gegeben und gezeigt, dass wir in den Begegnungen das bessere Team sind“, zeigt sich das TVE-Trainergespann zuversichtlich, dass alle Spieler zur Verfügung stehen, unverkrampft in die Partie gehen, ihre Top-Leistung abrufen und den Grundstein fürs Weiterkommen legen können.